Learning Rails Diary - 02 - Erste Schritte
Der Anfang ist bekanntlich immer etwas Schwer. Wo und wie fängt man am besten an? Man könnte sich ein paar Bücher kaufen oder ausleihen und sie nach und nach durcharbeiten. Oder aber, man startet einfach ohne Vorkenntnisse mit einem kleinen Projekt und lernt während der Programmierung. Beide Varianten sprechen mich nicht so an. Sich zunächst diverse Bücher durchzulesen ist sicher keine schlechte Idee. Mir wird beim Lesen von hunderten von Seiten nur ziemlich schnell langweilig und ich verliere den Spaß bei der Sache. Wenn ich einfach mit dem Programmieren loslege, stolpere ich von einem Problem ins nächste und verliere aus Frust ebenfalls den Antrieb. Am besten es flutscht beim Lernen einfach so durch, ohne große Unterbrechungen.
Auf der Suche nach geeignetem Material im Internet bin ich auf das eine oder andere Tutorial gestoßen. Auch interessante Bog-Artikel waren dabei. Diese Art von begleitetem Lernen spricht mich persönlich sehr an. Man wendet das Gelesene an und bekommt gleich den Effekt der Implementierung vorgeführt. Durch Blog-Artikel zu den gerade behandelten Themen, die anderen Entwicklern auch unter den Nägeln brennen, bekommt man wertvolle Tips. Sie ersparen einem oft die “harte Tour” und weisen einen gleich auf “best practices” hin. Wenn man dann auch noch Nachschlagewerke zur Hand hat, in denen man schnell die Verwendung von APIs und Frameworks nachlesen kann,…für mich optimal.
Zum Start sollte man sich die offiziellen Ruby-Lang Dokumentationen einmal ansehen. Darunter ist auch Whys poignant guide to ruby zu finden. Dieses eBook gehört eindeutig zu der Literatur die man als erstes lesen sollte. Das Buch ist vollgepackt mit teils seltsamen Geschichten die WHY the lucky stiff sich offensichtlich ausgedacht hat, um dem Leser den Stoff nicht so trocken zu vermitteln. Der Text ist allerdings in Hardcore Englisch geschrieben, mit viel Slang. Auch wenn man vielleicht den Geschichten nicht ganz folgen kann oder möchte, sind die technischen Inhalte sehr zu empfehlen. Wer den verschwundenen Why einmal in bewegten Bilder sehen möchte, der kann ihn bei einem seiner Vorträge auf Vimeo bewundern.
Nach dem Einlesen in Ruby, ist man meiner Meinung nach bereit für die offizielle Einführung auf rubyonrails.org. Sie bietet einen schnellen Überblick. Da ich Learning by Doing favorisiere, kommt nun auch endlich das erste Tutorial. Es heisst Twitter for Zombies und kommt ziemlich unterhaltsam daher. Durch ein einführendes Video am Anfang eines jeden Kapitels, wird man komplett über die im Anschluß folgende interaktive Konsolen-Session informiert. Das Video erläutert die Funktionsweise von ActiveRecords und Rails auf eine verständliche Art und Weise. Am Ende des Tutorials hat man die wichtigsten Elemente des Frameworks verstanden und hatte auch noch Spaß beim Lernen.
Als nächste Station bietet sich das Tutorial Ruby on Rails Tutorial: Learn Rails by Example von Michael Hartl an. Es ist iterativ aufgebaut und gibt einem eine gute Einführung in die Funktionsweise des Frameworks. Wenn man im Internet ein wenig herumstöbert und sich vielleicht das eine oder andere aktuelle Rails Projekt auf Github anschaut, fällt einem schnell auf, dass in diesem Tutorial auf technischen Schnickschnack verzichtet wird. Gut finde ich, dass in dem Tutorial auf das Arbeiten mit dem Versionsverwaltungssystem Git eingegangen wird. Man bekommt auf diese Weise gleich eine Einführung in das von Rails Entwicklern favorisierte VCS. In Kombination mit der bereits erwähnten Platform Github, ist diese Art der Versionsverwaltung sehr komfortabel. Desweiteren, wird auf eine Hosting Platform für Rails Webapplikationen namens Heroku eingegangen. Mit dieser Plattform kann man seine frisch entwickelte Webapplikation gleich online stellen. Heroku arbeitet mit Github zusammen. Daher kann man seine Webapp gleich aus dem Repository heraus bauen, testen und betreiben. Eine feine Sache. Man muss sich dadurch nicht gleich um alle technischen Fragen des Hostings kümmern.
Zwischendurch habe ich immer wieder in Nachschlagewerken etwas nachgelesen. Zu den bereits erwähnten Links kann ich die Ruby on Rails Guides, die API Dokumentation für Ruby & Rails & RSpec und die RubyDoc Sammlung empfehlen.
Kleiner Tipp zum Thema Literatur: Wenn man auf Google Books geht und im Suchfeld Ruby oder Rails eingibt, erhält man informative Ergebnisse.
To be continued …
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